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Ein Koffer voll Heimatkunde

Heimatbund übergibt den „Oli-Trolley“ an Kindergärten und Grundschulen in Olsberg

In jedem Kindergarten und jeder Grundschule im Stadtgebiet von Olsberg gibt es ab jetzt einen „Oli-Trolley“. Der leuchtend grüne Koffer ist prall gefüllt mit Lernmaterial, das Kinder dafür begeistern soll, ihre Heimat zu entdecken. Über ein Jahr Entwicklungsarbeit hat der Olsberger Heimatbund in das Projekt gesteckt. Jetzt konnten Lehrerinnen und Erzieherinnen aus den Einrichtungen die Trolleys in Empfang nehmen – als Geschenk, dank der Unterstützung von LEADER-Mitteln und der Stiftung „Wir in Olsberg“.

„Der Begriff Heimat an sich bedeutet Kindern nicht viel, denn er ist zu abstrakt“, sagt Teresa Henke. Die Sozialpädagogin hat den „Oli-Trolley“ für den Heimatbund entwickelt: „Für Kinder ist Heimat der Ort, an dem sie zu Hause sind, oder ein Ort, an dem sie gern sind.“ Alle Lerninhalte sind deshalb so angelegt, dass sie das Umfeld der Kinder konkret erfahrbar machen: unter anderem Anleitungen für alte Spiele aus Großvaters Zeiten, Bestimmungsbücher für Tiere und Pflanzen, Malvorlagen, Postkarten mit Motiven aus der Stadt Olsberg und ihren Dörfern, kindgerecht dargestellte Rezepte aus der Region oder Tipps und Ansprechpartner für spannende Exkursionen in der Nachbarschaft. Ein Highlight sind individuelle Elemente für jede Einrichtung. So gibt es zum Beispiel im Kindergarten Wiemeringhausen ein Memory-Spiel mit Motiven aus der örtlichen Pfarrkirche St. Antonius oder an der Kardinal-von-Galen-Schule in Olsberg ein Memory mit Fotos aus dem Schulalltag.

Und dann ist da natürlich noch Oli, der Namensgeber des Heimattrolleys. Die Handpuppe mit dem freundlichen Gesicht und der etwas wirren Frisur soll die Kinder zu den einzelnen Themen hinführen und sie beim Entdecken der Heimat begleiten. „Der Name Oli ist die Kurzform von Olsberg“, erläutert Teresa Henke. Bei einem Workshop, bei dem die Lehrerinnen und Erzieherinnen den Trolley und seinen 19 Kilogramm schweren Inhalt jetzt kennenlernten, wurde schnell deutlich, dass man mit Oli auch eine Menge Spaß beim Entdecken der Heimat haben kann.

„Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels verfolgen wir auch ein langfristiges Ziel“, sagt Ursula Balkenhol, Vorsitzende des Heimatbundes. „Kinder, die wir heute für die Heimat begeistern, kommen nach ihrer Ausbildung oder ihrem Studium hierhin zurück, um hier zu leben und zu arbeiten – oder bleiben nach der Schulzeit gleich hier.“ Immerhin rund 900 Kinder erreicht der „Oli-Trolley“ in den Einrichtungen in Olsberg, die ihn ab jetzt nutzen werden.

Das Projekt hat insgesamt gut 10.000 Euro gekostet, nicht eingerechnet die – vor allem von Teresa Henke – ehrenamtlich geleisteten Stunden bei der Entwicklung und Erprobung der Inhalte. Dass der Heimatbund jedem Kindergarten und jeder Grundschule tatsächlich einen Trolley schenken konnte, ist finanzieller Unterstützung zu verdanken: „Ohne die Zuschüsse aus den LEADER-Mitteln und die Unterstützung der Stiftung ‚Wir in Olsberg‘ hätten wir das Projekt nicht finanzieren können“, sagt Ursula Balkenhol. Und so war es dann auch Elmar Reuter, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, der am Ende des Workshops den Vertreterinnen der Einrichtungen ihre Trolleys übergab.

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